Mit der herbstlichen Angelei auf den Bodden und der Ostsee sind wir im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Wir hatten allerdings auch viel mit Wind zu kämpfen und so fielen einige Touren den Stürmen zum Opfer. Auf der Ostsee war die Plattfisch Angelei immer noch ausgezeichnet und paar schöne Dorsche konnten auch gefangen werden. Ende September Anfang Oktober lagen die Zanderfänge auf Rekord Niveau, wir konnten zwar keine kapitalen Exemplare über 80cm mehr überlisten, dafür aber gute Mitte 70ziger und viele gute Küchenzander. Oftmals lagen die Fänge im zweistelligen Bereich und machten die Angelei extrem kurzweilig. Einige kapitale Hechte für die die Boddengewässer berühmt sind, ließen ebenfalls das ein oder andere Anglerherz höher schlagen. Nun ja, die Tagesfänge blieben meistens im einstelligen Bereich und immer ganz einfach war es auch nicht, sie zu finden und zu fangen. Dafür sind die Durchschnittsgrößen der Boddenhechte exzellent und man hat jederzeit die Chance auf einen Traumfisch. Vielleicht noch mal ein paar Worte zu einen immer wieder aufkommenden Thema. Was uns aufgefallen ist, viele Hechte hatten Bisspuren von Robben und wir konnten jene auch vermehrt im Bodden sichten. Vielleicht ist dem einen oder anderen dies auch aufgefallen. Kritiker werden jetzt schlechtere Fänge nicht nur den Fischern sondern wohl auch demnächst den Robben anlasten. Wir sehen sowohl das eine als auch das andere entspannt. Jeder hat seine Daseinsberechtigung und jeder sollte auch nicht davor zurückschrecken und sich selber zu hinterfragen, bevor man den schwarzen Peter weitergibt. Wenn wir uns umschauen, sehen wir in erster Linie ein Naturparadies, welches seines gleichen sucht. Erst kürzlich eine Fischotter Familie, 5 Stück an der Zahl, keine 300 Meter vom Boot entfernt, die sich absolut nicht gestört fühlten. Jeden Tag Seeadler, Graureiher, Silberreiher und mit viel Glück entdeckt man auch einen Fischadler. Rotwild auf dem Bock und den Werder Inseln und wenn wir uns die tollen Fische unten ansehen, so denken wir, bedarf es keiner Worte mehr.

In diesem Sinne, Petri Heil